Donnerstag, 29. Januar 2009

Australien - Cobram II

Mein Leben hier in Cobram verlaeuft so gut wie jeden Tag gleich. Ich arbeite von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang (ok, das ist zugegebenermassen nicht ganz wahr - aber es fuehlt sich so an) und es ist nach wie vor ziemlich langweilig. Und heiss. Angeblich ist das hier nun gerade die heisseste Woche in einem Jahrhundert, immer weit ueber 40 Grad (heute waren es 47 - aber im Schatten). Irgendwie macht das Arbeiten dann nicht ganz so viel Spass. Und ausserdem ist mein Chef nicht wirklich toll - habe ich das schon mal erwaehnt? Letzte Woche haben wir bloss 6 Stunden am Tag gearbeitet, da er viel zu viele Leute hatte und zu wenig Arbeit. Und da der gute Herr ja den ganzen Tag auch nichts macht, bis auf uns bei der Arbeit zuzugucken (das macht er von seinem klimatisierten Auto raus waehrend er nebenbei noch Zeitung liesst), entlaesst er halt des oefteren auch gerne Leute so aus dem mir nichts dir nichts. So ist er letzte Woche doch sage und schreibe 12 Leute losgeworden. Mit dem Erfolg, dass wir nun zu viel Arbeit und zu wenig Leute haben, also muessen wir nun unsere 8 Stunden am Tag arbeiten. Waehrend der Rest der Menschheit hier spaetestens um 12.00 Uhr Feierabend macht, da die Hitze im Grunde nicht auszuhalten ist. Nun ja, ich will mich nicht wirklich beschweren, denn sonst bin ich wohl die naechste auf seiner Abschussliste. Er hat aber uebrigens hin und wieder auch gute Momente. Letzten Samstag hat er uns alle zum Grillen eingeladen, was sehr nett war. Und ausserdem hat er dann 2 Leute sogar wieder eingestellt, die er schon eine halbe Woche vorher entlassen hatte. Da hatte er wohl schon etwas viel getrunken. Denn dafuer hat er dann am Sonntagmorgen wieder 4 Leute entlassen... Also mal gucken, ob ich es wirklich schaffe meinen Job noch bis naechste Woche Freitag zu behalten.

Aber es gibt noch mehr gute Neuigkeiten. Das Licht in der "Kueche" in unserem Hotel funktioniert wieder! Und wir haben seit 2 Tagen auch tiefe Teller und mehr als einen Loeffel und ein Messer fuer die 30 Leute, die da wohnen. Und Tassen gibt es auch! Jaja, so ist das hier, man faengt sich ueber die wirklich tollen Dinge im Leben zu freuen.
Allerdings gibt es dafuer seit neustem mit der Stromversorung ein kleines Problem in dem Hotel. Alle paar Minuten faellt der Strom einfach mal aus. Und zwar ziemlich konstant schon seit 3 Tagen. Mal gucken, ob das irgendwann auch nochmal repariert wird. So eine Klimanlage hat ja eigentlich schon was nettes... Aber auch hier koennte es schlimmer sein, denn in dem anderen oertlichen Hotel hier haben die Leute zwar eine wirkliche Kueche und ununterbrochen Strom und Licht unter der Dusche, aber dafuer auch Wanzen im Bett. Da habe ich es doch schon besser getroffen...

Ich habe uebrigens meinen Rueckflug gebucht. Und wenn ich den nun wirklich antrete, dann bin ich schon am 20. Maerz zurueck in Deutschland... Denn ich habe meinen Studienplatz in Muenster bekommen und wenn ich es mir nicht doch noch anders ueberlege, dann werde ich da zum Sommersemester mit meinem VWL-Studium anfangen:)

Samstag, 17. Januar 2009

Australien - Cobram I

Nachdem Anne am Donnerstag zurueck nach Deutschland fliegen musste, habe ich mich auf den Weg nach Cobram gemacht (war eine 11-stuendige Zug- und Busfahrt von Sydney aus) um Dort zu arbeiten.
Nun wohne ich auch in diesem schoenen Dorf in Victoria, direkt an der
Grenze zu New South Wales. Und zwar wohne ich nicht irgendwo, sondern im Royal Victoria Hotel. Und es sieht auch genauso aus wie es sich anhoert. Ich schaetze, das das gute Hotel irgendwann zu Lebzeiten Victorias (1819-1901) errichtet wurde, denn genauso sieht es auch aus.
Das, was uns dort als Kueche verkauft wird, hat nicht mal einen Herd (wozu sollte eine Kueche auch sowas haben?). Dafuer haben wir aber inzwischen schon 2 Mikrowellen und es gibt sogar wirklich Leute, die sich darin ihre Nudeln kochen. Das habe ich allerdings noch nicht
ausprobiert. Immerhin gibt es aber eine Spuele (damit koennte man dann das nichtvorhandene Geschirr abspuelen), aber auch bloss mit einem Kaltwasserhahn. Warmes Wasser aus der Leitung - Fehlanzeige. Aber das ist ja nicht mal das schlimmste. Es gibt in der Kueche kein Licht (man munkelt, dass es mal funktioniert hat - tut es aber halt nicht mehr). Das ist doch ein wenig unpraktisch, wenn man im Dunkeln aufstehen muss um zu fruehstuecken, da man mit Sonnenaufgang anfangen soll zu arbeiten.

Und nun habe ich neulich sogar festgestellt, als ich abends mal duschen wollte, dass es unter der Frauendusche auch kein Licht gibt. Also das ist vielleicht was. Da sind die Maennerduschen schon
besser, also benutze ich die seitdem, wenn es dunkel ist.

Aber, ich haette es auch noch schlimmer treffen koennen, wie ich gestern bemerkt habe. Denn da fiel aus irgendwelchen Gruenden in dem Zimmer neben meinem der Strom komplett aus. Ursache unbekannt, da haben die halt Pech gehabt wurde den vom Hotel mitgeteilt (inzwischen funktioniert es allerdings auch wieder, zumindest sporadisch).

Ansonsten bin ich eigentlich hier in dem Staedtchen um zu arbeiten und das tue ich auch mehr oder weniger fleissig. Ich schneide nun hier kleine Aeste und Blaetter von Weinreben ab, die an der Rebe wachsen, wo es nicht fuer sie vorgesehen ist. Ist eine ganz furchtbar aufregende Arbeit :( Aber nun ja, besser als gar nichts und immerhin verdiene ich mal wieder ein bisschen Geld.

Mittwoch, 14. Januar 2009

Australien - Zeit mit Anne - Canberra

An Annes letztem Tag in Australien haben wir eine Busfahrt nach Canberra unternommen, wo uns dann die verschiedenen Sehenswuerdigkeiten der Hauptstadt gezeigt wurden. Angefangen hat es mit einem Besuch des National Museums, in dem man ein bisschen zu der Geschichte und dem Leben in Australien lernen konnte.
Weiter ging es dann zum Parlamentshaus, wo wir eine Fuehrung durch das Gebaeude bekommen haben und die "Tagungsraeume" des Senats und der Repraesentanten sehen konnte (wie der Deutsche Bundestag). Danach ging es zu einer Fahrt zu den ganzen Botschaften und Konsulaten aus aller Welt, die wir aus dem Busfenster bewundern durften. Ich habe es leider nicht geschafft ein Foto der Deutschen Botschaft zu machen, aber lasst euch gesagt sein, dass es das haesslichste Gebaeude da ueberhaupt war. Es sah aus wie ein Kindergarten, ganz bunt gestrichen und dann noch irgendwie mit lauter kleinen Farbpunkten versehen. Einfach fuerchterlich.
Dann sind wir noch zum Kriegsdenkmal gefahren, dass allerdings mehr ein Museum als Denkmal war. So insgesamt also ein sehr kulturlastiger Tag so zur Abwechslung.
Ansonsten muss ich sagen, dass die Stadt schon sehenswert war, aber ue
berhaupt nicht wie eine Stadt wirkte. Die ist sowas von weitlaeufig mit so viel Platz zwischen alles und jenem, dass es eher wie ein Dorf wirkte und nicht wie die Hauptstadt eines riesengrossen Landes.

Dienstag, 13. Januar 2009

Australien - Zeit mit Anne - Blue Mountains

Einen Tag haben Anne und ich noch einen Ausflug in die Blue Mountains gemacht. Sehr schoene Gegenden haben wir dort zu Gesicht bekommen. Viele verschiedene Taeler und Wasserfaelle, zu denen wir hingewandert sind. Und auch die beruehmten "Three Sisters" (drei zumindest hier in der Gegend sehr bekannte Felsen) waren bei der Tour mit dabei. Mit am besten gefiel mir aber die letzte Wanderung, die durch Schluchten direkt am Wasserfall langfuehrte. Geendet hat dieser Ausflug dann mit einer Fahrt der steilsten Bahn der Welt (teilweise eine Steigung von 52 Grad). Das war schon ein Erlebnis und insgesamt auch wieder ein sehr schoener Tag.

Montag, 12. Januar 2009

Australien - Zeit mit Anne - Sydney

Nachdem wir vom Segeln zurueck in Brisbane waren, haben wir uns in das naechste Flugzeug gesetzt und sind nach Sydney geflogen um dort noch einige Zeit zu verbringen und die Stadt und Umgebung zu erkunden. Den Samstagabend haben wir erstmal Silvester "nachgefeiert", soweit man den Jahreswechsel denn ueberhaupt nachfeiern kann. Ein schoenes Abendessen haben wir uns mehr oder weniger direkt vor der Oper mit Blick auf die Harbour Bridge gegoennt (Ein Danke dafuer an Mama - sie hat uns naemlich das Geld dafuer geschenkt). Wir sind auch ein Stueck auf die Harbour Bridge gegangen und haben so Syndey bei Nacht auf uns wirken lassen. Den naechsten Sonntag haben wir uns Sydney dann bei Tageslicht angeguckt. Die Innenstadt, irgendwelche Parks, eine Kirche, den botanischen Garten, das Governourshaus, die Oper, die Bruecke etc. Wobei ich dann ziemlich erschreckt festgestellt habe, dass die Oper aus drei einzelnen Gebaeuden besteht und gar nicht ein Grosses ist wie ich immer dachte (oder ist das Allgemeinheit bekannt und war bloss mir nicht?). War aber trotzdem immer noch ganz beeindruckend und nett anzusehen.
Den Montagvormittag haben wir bei meiner Austauschorganistion verbracht um mir einen Job zu besorgen. Und am Nachmittag sind wir weiter raus aus Sydney gefahren, da Anne dort gerne Fallschirmspringen wollte. Hat sie auch gemacht, was mich ja zuge
gebenermassen ein wenig neidisch macht. Das Leben muss so schoen sein, wenn man ein geregeltes Einkommen hat und weiss, was man sich leisten kann...

Freitag, 9. Januar 2009

Australien - Zeit mit Anne - Segeltrip

Nachdem Anne und ich uns beide einig waren, dass wir mit dem Auto nicht mehr weiterfahren wollten, haben wir uns in ein Reisebuero begeben um eine Alternative zu finden, wie wir irgendwie in der naechsten Zeit nach Sydney kommen koennen. Zufaellig sass ein anderes deutsches Maedchen neben uns, das mitbekommen hat, dass wir ziemlich planlos sind was die naechsten Tage angeht. So hat sie uns gefragt, ob wir nicht mit ihr und zwei anderen Leuten segeln kommen wollen fuer ein paar Tage. Das Angebot haben wir uns natuerlich nicht entgehen lassen, sodass wir dann den Montagnachmittag in Brisbane losgesegelt sind, den Brisbane River runter, zum Pazifik.
So haben wir dann die naechsten vier Tage wie im Paradies verbracht. Wir sind viel geschwommen, haben viel sonnengebadet, waren am Strand, haben einen Sandberg erklimmen und sind an Schiffswracks geschnorchelt. Das war so ziemlich der absolute Hoehepunkt des Trips fuer mich, denn neben all den kunterbunten Fischen, von denen unendlich viele in der Gegend rumgeschwommen sind, habe ich auch eine riesige Schildkroete gesehen. Die war monstermaessig gross (kennt ihr diese grossen Schildkroeten bei Hagenbeck, die ueber 100 Jahre alt sind - ungefaehr so sah die auch aus) und total zutraulich. Ich konnte sie sogar streicheln und bin fuer ein paar Minuten einfach so im Wasser mit ihr herumgeschwommen. Das war purer Wahnsinn.

Neben der Schildkroetenerfahrung haben wir auch Delfine und einen Dugong (eine suedindo-pazifische Seekuh - da kann mal sehen, man kann sich sogar fortbilden, wenn man meinen Blog liest) gesehen. Delfine haben wir oefters gesehen, einmal allerdings da sind sie direkt ans Boot gekommen, als ich gerade unter der Dusche stand. So war ich dann gezwungen direkt aus der Dusche die Sicht auf den Ozeam zu geniessen...

Sonntag, 4. Januar 2009

Australien - Zeit mit Anne - Brisbane

Nachdem wir das Auto zu Wicked zurueckgebracht haben, sind wir noch bis Montag in Brisbane geblieben, da uns gesagt wurde, dass wir den Montag mit jemanden bei Wicked sprechen, wie wir das mit dem Auto und Geld etc. machen. Ich werde da nun nicht viel weiter drauf eingehen, aber jeder, der sich auch nur ansatzweise mit dem Gedanken auseinandersetzt jemals ein Auto bei Wicked zu mieten, dem rate ich das besser nicht zu machen. Die Firma ist der letzte Scheiss, die Autos Mist, die Mitarbeiter unfaehig und die bescheissen und betruegen einen von vorne bis hinten (und das ist alles noch nett formuliert)!

So, egal, wir haben uns den Samstag noch ein bisschen Brisbane angeguckt und am Sonntag sind wir in den Lone Pine Koala Sanctuary Park gefahren. Dort haben wir (wie der Name das schon hergibt) unendlich viele Koalas gesehen und jede Menge anderer australischer Tiere wie Wombats, Kaengurus, Krokodile, Schlangen, Possums uvm. Das absolute Highlight war aber definitiv einen Koala auf den Arm nehmen zu koennen. Die sind wirklich so weich und kuschelig wie sie aussehen!

Samstag, 3. Januar 2009

Australien - Zeit mit Anne - Wohnwagen

Am Montag haben Anne und ich uns mit unserem gesamten Gepaeck (was sich bei Anne auf einen Rucksack plus Handgepaeck beschraenkt hat und bei mir auf einen Rucksack, zwei Taschen und noch eine Handtasche - irgenwdie mache ich wohl was falsch) auf nach Brisbane gemacht um von Wicked einen Wohnwagen abzuholen, den wir fuer etwas mehr als zwei Wochen mieten wollten.
Das hat auch alles mehr oder weniger problemlos geklappt, sodass wir uns mittags auf den Weg nach Norden gemacht haben, da wir nach Fraser Island am naechsten Tag wollten.
Schon auf der Fahrt dahin haben wir komische Geraeusche in dem Auto wahrgenommen, aber wir haben uns zu sehr auf unsere Tour gefreut, als dass wir uns schon da grossartig gemacht haben. Abends sind wir dann in Hervey Bay angekommen, von wo aus wir am naechsten Morgen nach Fraser Island fahren wollten. War auch alles schoen und gut, nur dass jeder verfluchte Campingplatz in der gesamten Stadt ausgebucht war und wir natuerlich nichts vorher gebucht hatten. Nachdem wir dann schon fast verzweifelt sind, haben wir dann gottseidank bei einem Backpackerhostel auf dem Parkplatz naechtigen duerfen und deren Duschen etc. mitbenutzen koennen.

Dienstag sind wir dann nach Fraser Island (die groesste Sandinsel der Welt) gefahren in einer grossen Gruppe. Auf der Insel haben wir dann eine gefuehrte 4WD-Bustour gemacht, die einfach grossartig war. Es gibt dort keine asphaltierten Strassen, sodass die Busfahrt an sich schon ein einzigartiges Erlebnis war.
Den ersten Stop haben wir dann in einem Regenwaldgebiet auf der Insel gemacht, was einfach phantastisch war. Dort sind wir ein bisschen rumgelaufen und konnten einfach die Umgebung auf uns wirken lassen.
Dann ging es weiter an den Strand, ueber den wir etliche Kilometer mit dem Bus gefahren sind. An einem kleinen Fluesschen haben wir angehalten, in dem wir baden konnten und sind von dort aus weiter zu irgendwelchen Sandgebilden gefahren, die wie Berge aussahen (aber halt bloss Sand waren) und sehr farbenfroh waren. Danach haben wir uns noch ein Schiffswrack angeguckt, das irgendwann vor etlichen Jahren da gestrandet war. Im Meer selbst konnten und durften wir leider nicht baden, da das Haigebiet war. Und da wir ja an unserem schoenen Leben haengen, sind wir dann da auch lieber nicht reingegangen.
Weiter ging es dann zum Mittagessen, das relativ unspektakulaer war. Und dann sind wir weiter zum Lake McKenzie gefahren, der einfach atemberaubend war. Richtig weisser Sandstrand und himmelblaues, kristallklares Wasser. Das sah besser (und irgendwie auch sehr unecht) aus als jede Reisebroschuere. Einfach phantastisch!

Am naechsten Tag wollten wir dann mit dem Auto wieder ein Stueck nach Sueden fahren in die Bunya Mountains. Das hat aber nicht geklappt, da das bloede Auto so was von komische Geraeusche von sich gegeben hat, das wir beide nicht mehr damit weiterfahren wollten. In einem kleinen Doerflein namens Goomeri haben wir dann angehalten und mit viel Hilfe den australischen ADAC gerufen, der dann irgendwann auch kam. Der nette Herr Marv hat allerdings keinen Fehler gefunden (ob er sich vielleicht mehr Muehe gegeben haette, wenn er gewusst haette, dass er uns so noch die naechsten drei Tage an Backe hat?), so dass wir erstmal doch weitergefahren sind. Das komische Geraeusch ist beim Fahren auch sofort wieder aufgetaucht, sodass wir dann Autos getauscht haben, damit er das auch mal erlebt. Das hat er dann auch promt auch und meinte den Fehler gefunden zu haben, da irgendein Guertel fuer die Klimaanlage lose waere. Also hat er den Guertel ausgewechselt. Das hat aber dummerweise nicht geholfen, also sind wir ihm hinterher bis in seine Werkstatt gefahren. Dort hat nochmal irgendwas gemacht, was aber auch nicht geholfen hat. Damit war der Tag dann auch um, sodass wir nichts machen konnten als in dem schoenen Dorf zu bleiben. Ich hatte noch probiert die Autovermietung anzurufen, aber die haben mir nur gesagt, dass ich Pech haette, ich solle Freitag, also zwei Tage spaeter wieder anrufen. Somit haben wir dann Silvester in diesem kleinen Doerflein verbracht, in dem nix los war. Gar nichts. Das hat dann so geendet, dass ich um neun eingeschlafen bin und den Jahreswechsel einfach verschlafen habe. Wer haette gedacht, dass das in meinem Alter noch vorkommt??? Nun ja, das war also sehr unspektakulaer. Neujahr haben wir dann im Freibad verbracht, was irgendwie die einzige lokale Attraktion war. Freitag haben wir dann wieder -Ueberraschung- mit Warten verbracht. Erstmal habe ich mich stundenlang mit Wicked auseinandersetzen muessen, ob ich mit dem Auto noch die 200 km zurueck nach Brisbane fahren kann oder nicht. Diese Debatte habe ich gewonnen, nachdem Marv, der Mechaniker, den Leuten von Wicked erzaehlt hat, dass das Auto nicht ungefaherlich zu fahren sei (genaugenommen meinte Marv, dass wenn wir alles auslassen, was "unnoetig" Strom verbaucht, wie Radio, Klimanlage, Licht etc. koennten wir es mit etwas Glueck auch zurueckschaffen, ohne dass der Motor aufgibt, weil er zu heiss laeuft). Also hat Wicked dann irgendjemanden mit irgendwelchen komischen Ersatzteilen losgeschickt, die dann abends bei uns ankamen (was das genau war, weiss ich nicht). Die waren dann spaet abends irgendwann eingebaut, aber da es bereits dunkel war und ich im Dunkeln nicht fahre aufgrund von Kaengurus, haben wir halt eine weitere Nacht in dem Doerflein verbracht.


So haben wir dann am Samstag Wondai nach drei Tagen endlich wieder verlassen koennen und sind nach Brisbane zurueckgekehrt um das Auto abzugeben. Wir hatten so viele Tage verloren durch die Autopanne, dass wir unseren Weg wie geplant nicht mehr geschafft haetten.

Ob die Tiere das Schild das gruene Schild eigentlich auch lesen koennen und wissen, dass sie die Autobahn nicht betreten duerfen?